Na ihr lieben Kleinen,
heute war der Geburtstag von Teta Vera, der Tante Eurer Mama. Sie feierte ihren Sechszigsten in ihrem kleinen Heimatort Zlatar im Herzen Kroatiens - und ihr wart mit dabei.
Wie in Kroatien üblich, dürfen Gäste nie ohne Essen und Trinken sein. Und so sind wir gleich nach dem Frühstück losgefahren um bei Teta Vera zu Hause einen kleinen Snack mit Eiern, Schinken und Käse zu nehmen, damit ja keiner hungrig zum Mittagessen gehen muss. Der pršut und sir (Schinken und Käse) stehen somit auch bei unserem Gruppenbild im Vordergrund:
Im Hintergrund sind das dann (v.l.): Papa Chris (vorne), Mama Tanja, Amalia, Eure Teta Tina, Mamas Teta Vera (Geburtstagskind) mit Viki, Jenny (vorne), Holger (hinten), Deda Branko und Baka Nada.
Dann ging es in ein nahe gelegenes Restaurant. Hier sollte sich bewahrheiten, was wir den Urdeutschen Saarbrückern Jenny und Holger in Aussicht stellten: Essen ohne Ende.
Zuerst gab es Suppe. Das ist in Kroatien meist eine Fleischbrühe mit Gemüse und hausgemachten Nudeln. Man nimmt Fleischbrühe, damit man danach noch plattenweise Suppenfleisch mit Meerrettich (und ein paar Beilagen) auftischen kann. Wer das fälschlicherweise für den Hauptgang hält, wird von den Grillplatten mit Cevapcici, Fleischküchlen, Fleischspießen, Koteletts und Braten einen Besseren belehrt. Eigentlich braucht man die Pommes, Bratkartoffeln und den Reis gar nicht dazu. Man sollte ja schließlich Platz lassen für den štrukli - den Blätterteigstrudel mit Käsefüllung.
Leider sind alle Sachen auch noch furchtbar lecker. Und eigentlich war schon nach den Cepacici kein Platz mehr in uns. Wir mussten dann aber natürlich noch den guten Kuchen der Nachbarin und die Torte probieren, die Nada mit zur Party brachte. Sooooo viel haben wir selten und unsere Saarbrücker Freunde noch nie gesehen :-).
Der Tag bleibt uns also lange in Erinnerung. Auch weil Teta Tinas Spaziergang besonders war: besonders lange und ohne Handy dabei und damit nach einer Stunde für uns so beunruhigend, dass wir (Papa, Mama, Deda und Teta Vera) mal kurz die Festgesellschaft verlassen haben, um Euch zu suchen. Nach 2 Liter Schweiß, Magenkrummen und einem Puls von 186 (im Schnitt) wart ihr wieder da - unversehrt.
Besonders war der Tag aber auch wegen Mamas Geschenk an ihre Teta: Ein Toilettenstuhl. Der war eigentlich gedacht, dass Vera in ihrem kleinen Schrebergarten eine Art Campingtoilette hat. Er war logischerweise der Lacher-Kracher des Tages - und da er als schöner Stuhl "getarnt" ist, will ihn Vera nun gar nicht in den Garten stellen, sondern lieber in der Wohnung behalten. Soll sie machen wie sie will: Ist ja ihr Stuhl :-)
Das eigentliche Geschenk war eh eine Reise nach Opatija - da war sie noch nicht. Ihr schon. Mensch, seid ihr schon weit herum gekommen.

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