Mittwoch, 25. Juni 2014

Guten Morgähn!

Mama stellt sich um.
Eigentlich kann ich kaum geradeaus laufen ohne meine acht Stunden Schlaf zu haben, und eigentlich brauche ich dann eine Weile, um gemütlich in den Tag zu starten. Eigentlich! Das hat sich mit eurer Ankunft zu Hause alles ziemlich geändert. Ich laufe seit fast zwei Wochen nicht mehr geradeaus und Gemütlichkeit am Morgen kenne ich schon gar nicht mehr. Ihr bestimmt, wie Mama in den Tag startet und vor allem, wann Mama in den Tag startet.
Auch die Doppelfütterung bringt nur wenig Zeitgewinn.
Hauptsache Euch geht's dabei gut!
Nachts zwischen zwei und vier Uhr ist eure Zeit. Dann seid ihr total wach, wollt Essen, macht die Windeln voll und voller und wollt kuscheln. Die Mama hingegen ist alles andere als total wach. Sie will nämlich schlafen; aber das ist euch so relativ egal. Ich stehe „gerne“ auf und mache das alles „gerne“ für euch.
Mädels, wenn ihr nicht so unglaublich süß wärt würde ich das nicht machen, wisst ihr das? Tagsüber seid ihr die liebsten Kinder auf Erden. Papa und ich haben echt riesiges Glück mit euch. Wir staunen darüber jeden Tag und sind unglaublich glücklich (das lässt die schlaflosen Nächte vergessen).

Wenn ihr dann soweit satt und trocken seid, gehen wir gemeinsam an die frische Luft. Das scheint euch gut zu gefallen. Ihr hört die Straßengeräusche, das Vögelzwitschern, die Autos, Menschen…oh ja, die Menschen. Die sind vielleicht neugierig. Jeder zweite steckt den Kopf zu euch in den Kinderwagen rein und erkundigt sich nach eurem Alter. „Oh, die sind ja noch so klein!“ heißt es dann. Oder:“„Uuups, gleich zwei!“. Auf diesen Kommentar antworte ich lässig:“Eins ist etwas für Anfänger!“ Das fand eine neugierige Passantin nicht lustig. Trotzig meinte sie:“Ne, das ist jetzt nicht fair!“. Tja, nur die Wahrheit verletzt ;-) Aber mal im Ernst. Diese Blicke und die Fragerei gehen euch doch auch auf den Keks, oder? Die Mama ist jedenfalls ganz schön genervt davon.

Habt ihr eigentlich von den vielen Paketen Kenntnis genommen, die uns täglich erreichen? Seit ihr zu Hause seid regnet es die drei „G“s: Geschenke, Glückwünsche und Geld. Da gab es selbstgestrickte Mützchen, farbenfrohe Deckchen, tonnenweise Klamotten, bilderreiche Bücher, kuschelige Stofftiere, feinverpacktes Spielzeug (Edelrasseln aus der Schweiz, wow!), wohlriechende Cremes, Baby-Badetücher, saugstarke Lätzchen, Universalgeld (=Gutscheine) und Starthilfe (=Geld). Sobald ihr sprechen könnt müsst ihr euch bei allen Tanten, Onkels, Omas und Opas herzlich bedanken. Mama und Papa übernehmen das vorerst mal für euch:
“Tausend Dank allen, die sich so für uns mitfreuen!“

Mama macht sich jetzt mal hübsch und dann schauen wir, was der Tag so bringt.

Kussi ihr zwei Süßen,

Mama

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