Am Montag sind wir mit einem eher unguten Gefühl in die Klinik gefahren. Warum, das weiß keiner, aber wir waren ja schon einiges gewohnt. Und siehe da … Ihr beiden macht den größten Fortschritt seit Wochen und seid aus dem Inkubator in zwei kleine offene Wärmebettchen umgezogen. Kein Glas mehr um Euch, keine störenden Klappen und endlich Luft für Euch zum freien Atmen.
So euphorisch hat die Mama dann das große Experiment mit Dir, lieber Amalia gewagt und Dich „angelegt“. Und siehe da, Du trinkst fleißig und kräftig aus der Brust – oder versuchst es zumindest. Und bei Deiner Schwester klappt das bestimmt auch bald.
Dann kommen wieder so die kleinen Tiefschläge. Mal lustig: Wenn du, liebe Viktoria, dem Papa beim Windel wechseln zweimal in die neue Windel kackst und dann auch noch zweimal auf den Tisch. Dass die frische Windel drei Minuten später wieder voll war und du gefühlte 400 g leichter, war dann nur logisch.
Und mal tragisch: Wenn ihr, fast gesund, in einem virenverseuchten Raum liegen müsst, bis ihr natürlich nun beide seit heute positiv auf RS-Viren getestet seid. Bei den ganzen schizophrenen Regeln, die das Klinikum da um Kittel, Mundschutz, Handschuhe und Absperrungen macht, wer in guten Zimmern und wer in ‚bösen‘ Zimmern liegen muss, ist es nicht verwunderlich, dass Mama langsam an der Wochenbett-Aggression leidet. Das ist auch zum aus der Haut fahren, diese Pseudo-Hygiene – als könnte man einen Virus mit einem Schild aufhalten „Viren bitte hier links abbiegen“.
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| Amalia schläft meist. |
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| Ihre Schwester Viktoria schaut sich lieber um. |
Ein Ende ist absehbar: Haltet durch!


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